BME-Region Bergisch Land

Funktionsweise •  Smart Contracts •  Anwendungsbeispiele

Im Zeitalter von Industrie 4.0 werden die Produktions-, Einkaufs- und Logistikprozesse der Unternehmen immer digitaler. Dadurch wachsen auch die Anforderungen an Dokumentensicherheit, Qualitätsmanagement und Transparenz entlang der Wertschöpfungs­ketten. Besonders kritisch ist naturgemäß die Frage der Daten­sicherheit und Verfügbarkeit über die Unternehmens­grenzen hinaus. Das schafft vor allem im internationalen Handel viele Unsicherheiten und Risiken.

Mit der Blockchain steht jetzt eine Technologie zur Verfügung, die in der Lage ist, diese Probleme in besonders effizienter Form zu lösen. Eine Blockchain ist eine unveränderbare, hochverfügbare, verteilte Datenbank. Alle Daten, die in sie geschrieben werden, sind über eine Verschlüsselung vor fremden Zugriff abgeschirmt und daher revisionssicher. Der zentrale Vorteil der Blockchain liegt in der dezentralen Speicherung, die garantiert, dass alle Informationen für die beteiligten Partner zu jeder Zeit und an jedem Ort in gleicher Weise verfügbar sind.

Durch sogenannte „Smart Contracts“ entstehen integrierte, selbstregulierende und autonome Prozessketten. Auf diese Weise lassen sich zahlreiche Abläufe, etwa im internationalen Handel, erheblich automatisieren. Vor allem aber schafft es Vertrauen zwischen den Supply-Chain-Partnern, ohne dass eine dritte Partei, etwa eine Bank, vonnöten ist, die die Integrität bestimmter Transaktionen garantiert.

Daher ist die Blockchain-Technologie geradezu geschaffen, um Effizienz­­verbesserungen in globalen und stark dezentralisierten Wertschöpfungs­netzwerken zu realisieren.
 
Der heutige Vortrag wird insbesondere die folgenden Punkte betrachten:

• Funktionsweise der Blockchain
• Wie entsteht Vertrauen durch Blockchain?
• Wie funktionieren Smart Contracts?
• Potenziale und Risiken der Blockchain
• Anwendungsbeispiele der Blockchain in Einkauf und Logistik


Dr. Ulrich Franke

studierte als gelernter Speditionskaufmann Betriebs­wirtschaftslehre und promovierte an der Cranfield University, Centre for Logistics and Transportation, in England. Anschließend arbeitete er viele Jahre in führenden Positionen bei Industrie- und Logistik­unternehmen im In- und Ausland. Darüber hinaus war er als Professor, Rektor und Geschäftsführer an der SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft in Hamm tätig. Seit 2013 leitet Herr Dr. Franke das Institute for Supply Chain Security. 


Bitte beachten Sie, dass der Veranstaltungstermin von Mittwoch, 27. Februar 2019, auf Dienstag, 26. Februar 2019, verschoben wurde!


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